Hypergravitation (und warum wir sie brauchen)

Wie sich Lebewesen unter normaler Gravitation, also unter der Erdanziehungskraft verhalten, können wir in unserem alltäglichen Leben feststellen.

Für unsere Forschung an Foraminiferen sind die Bereiche der Gravitationskraft interessant, die niedriger oder höher als die normale Erdanziehungskraft sind. Wie wirkt sich diese besondere Kraft aus? In unserem Fall interessiert uns besonders die Bewegung und das Schalenwachstum der Foraminiferen.

Im Weltall sind unsere Foraminferen der Mikrogravitation ausgesetzt – der Schwerelosigkeit.

Neben der Untersuchung der niedrigen Gravitation ist aber auch die Untersuchung der hohen Graviation entscheidend. Für die Erzeugung dieser Hypergravitation müssen wir hierbei nicht einmal die Erde verlassen. Kennt jemand das Gefühl, wenn der Bus ruckartig bremst und man nach vorne gedrückt wird? Genau dieses Gefühl entsteht durch Hypergravitationskräfte.

Um eine gleichmäßige Hypergravitationskraft zu erzeugen, benutzt man eine Zentrifuge. Wie man auf dem Video sehen kann, ist eine Zentrifuge ein Gerät, das sich  einer bestimmten Geschwindigkeit um seine eigene Achse dreht.

Freundlicherweise besteht für uns die Möglichkeit, eine Zentrifuge der Hochschule Bremen zu nutzen – ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Prof. Jan-Henning Dirks, der uns seine Zentrifuge für unsere Versuche zur Verfügung stellt. Eigentlich erforscht er mit der Zentrifuge Insekten, doch wir werden natürlich Foraminiferen untersuchen. Dabei werden wir diese über mehrere Wochen in die Zentrifuge einsetzen und dabei genau die Daten messen, die wir auch bei unseren Versuchen in Schwerelosigkeit sammeln.

Zusätzlich vermessen wir noch eine dritte Gruppe von Foraminiferen, die in der normalen Erdanziehungskraft lebt.

Die gesammelten Messdaten können verglichen und ausgewertet werden. So können wir wichtige Ruckschlüsse auf unsere Forschung ziehen.

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